Deponie Flamerscheid : 

In der Ortslage Flamerscheid befindet sich an der Glüderstraße die ehemalige Hausmülldeponie der früheren Gemeinde Witzhelden. 

Der Hammersbach wurde in den 60er jahren verrohrt und anschließend mit Abfällen überkippt. Die Verrohrung des Hammersbaches im Deponiekörper ist seit einigen Jahren nicht mehr funktionsfähig, so dass der Bach zum Teil unkontrolliert über die Deponieoberfläche abfließt bzw. in den Deponiekörper einsickert. Der Abfluss über die Deponieoberfläche hat bereits dazu geführt, dass der talseitige Damm der Deponie stark erodiert ist und hier der ehemals abgelagerte Müll offen zu Tage tritt. Darüber hinaus wurden sogar bereits Abfälle aus der Deponie heraus in das unterhalb liegende Tal gespült.

Die Deponie ist seit 1975 nicht mehr in Betrieb. Die Abdeckung der Deponie ist inzwischen nicht mehr funktionsfähig. Die Stadt Leichlingen ist laut Kreisbehörde für die Beseitigung der Missstände zuständig. Aufforderungen dazu gab es im Jahre 2009, im Jahre 2012 wurde seitens der Stadt Leichlingen eine Absichtserklärung abgegeben, dieser Aufforderung nachzukommen.

Im Oktober 2014 wurde eine von der Verwaltung initiierte Machbarkeitsstudie der Firma Franz Fischer GmbH vorgestellt mit dem Titel: 

"Sanierungs- bzw. Sicherungsmaßnahmen im Bereich der ehemaligen Hausmülldeponie "Flamerscheid". 

Die Machbarkeitsstudie schlägt vier Varianten vor, wie mit der Deponie umgegangen werden kann. Die Kosten hierfür sind je nach Variante mit 500,000 bis 2,200,000 Euro veranschlagt. 

Da sich die Studie auf Analyse-Werte aus dem Jahr 1990 bezieht, sieht die CDU die Notwendigkeit, in einem vorgeschalteten Schritt Analysen von Boden, Wasser, sowie Bodenluft in einem neuen Gutachten einzuholen und erst darauf basierend zu einem weiteren Vorgehen Stellung zu nehmen. Dieses Vorgehen wird in der Machbarkeitsstudie ebenfalls vorgeschlagen, um darauf basierend die angemessenen Maßnahmen zu planen und durchzuführen.

Im Haushalt 2015 sind 60,000 Euro für Planungskosten bezüglich Deponie-Sanierung eingestellt. Nun möchten wir die Aufnahme des Ist-Zustandes folgend dem Gutachten der Firma GeoKlipsch aus Wuppertal zur Abstimmung bringen.

Die Stadtverwaltung hat auf Anfrage der CDU weitere Informationen zur Wassergüte und zu Stellungnahmen des Kreises zur Verfügung gestellt. Der Rat hat  folgenden Beschluss, erweitert um den von der CDU geforderten Punkt 4, gefasst:

 

Beschluss: 

  1. Die Ausführungen des Fachplaners Hr. Pohle vom Ingenieurbüro Franz Fischer GmbH werden zu Kenntnis genommen. 

  2. Die Verwaltung wird beauftragt, die in der Machbarkeitsstudie „Sanierungs- bzw. Sicherungsmaßnahmen im Bereich der ehemaligen Hausmülldeponie ‚Flamerscheid‘“ empfohlene Variante 2.2 „Neutrassierung des Hammersbaches über dem Deponiekörper in der straßenfernen (südlichen) Trasse“ vorrangig zu verfolgen. 

  3. Die notwendigen Entwurfs- und Genehmigungsplanungen, Vermessungsmaßnahmen und Bauvorbereitungen sowie Fachgutachten für das Planfeststellungsverfahren nach § 68 WHG sollen in Auftrag gegeben werden. 

  4. Sämtliche notwendige Untersuchungen zur Erstellung einer Gefährdungsabschätzung werden im Rahmen der bevorstehenden Entwurfs- und Genehmigungsverfahren erstellt. 

 

 

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